Guto and Saymon schocken die Weltmeister

11.07.2019 - Gstaad

Die Brasilianer gewannen die Zwischenrunde und schickten Stoyanovskiy und Krasilnikov somit nach Hause.

Für die Russen Oleg Stoyanovskiy und Viacheslav Krasilnikov lief es nicht sonderlich gut in Gstaad, die Weltmeister verloren die Zwischenrunde und sind somit schon früh aus dem Swatch Major in Gstaad ausgeschieden – ihrem ersten Turnier nach dem Sieg bei den Weltmeisterschaften in Hamburg.

Grund für die frühe Abreise aus den Schweizer Alpen waren die Brasilianer Guto Carvalhaes und Saymon Barbosa, die am Montag nach gewonnenem Länderquoten-Spiel ins Turnier gestarten waren. 

Die Brasilianer hätte fast gar nicht mehr gemeinsam gespielt, denn Guto hatte sich wieder mit seinem Partner Ricardo Santos zusammengetan. Doch aufgrund einer Wadenverletzung des Routiniers kehrte Guto wieder zu Saymon zurück und gemeinsam fuhren sie einen 23-21, 21-19 Sieg gegen die Russen ein und schickten sie frustriert nach Hause. Die Weltmeister haben nur eines von ihren drei Matches in den Schweizer Alpen gewonnen.

„Es ist unglaublich“, sagte Guto. „Noch vor wenigen Tagen haben wir den beidem im Fernsehen zugeschaut, wie sie die WM gewinnen und jetzt durften wir nicht nur gegen sie antreten und haben sie sogar geschlagen. Sie sind in unglaublicher Form und wir hatten seit fast einem Monat nicht mehr gemeinsam gespielt, also erwartete niemand von uns, dass wir gewinnen werden. Wir hatten eine sehr gute Strategie und ich denke, der Unterschied lag vor allem darin, dass wir entspannt und unbeschwert aufspielen konnten.“

Guto und Saymon steigen nun ins Achtelfinale auf, wo sie zum zweiten Mal in dieser Saison auf das Heimteam Adrian Heidrich und Mirco Gerson treffen werden. Beim ersten Match der beiden Teams im Mai in Itapema siegten die Schweizer und nun haben die Brasilianer die Chance, sich an den Schweizern in deren Heimturnier zu rächen.

„Es fühlte sich fantastisch an, dieses Match zu gewinnen“, fügte Saymon hinzu. „Es ist immer toll hier in Gstaad zu spielen, die Energie ist unglaublich. Es waren bis jetzt fünf Matches und jedes davon war sehr spannend, besonders dieses jetzt gegen die Weltmeister. Wir sind sehr glücklich und haben es geschafft wieder zu unserem gemeinsamen Stil zurückzufinden, was für uns das Wichtigste ist.“

Für Piotr Kantor und Bartosz Losiak lief es in der Zwischenrunde ebenfalls gut, denn die beiden schafften es, das russische Team Konstantin Semenov und Ilya Leshukov mit 21-14, 21-19 auszuschalten. Die beiden werden nun im Achtelfinale in einem rein polnischen Match gegen Grzegorz Fijalek und Michal Bryl spielen. Kantor und Losiak siegten bis jetzt in zwei von ihren drei Matches.

Die Niederländer Alexander Brouwer und Robert Meeuwseen schafften es auch, sich durchzukämpfen, indem sie die Brasilianer André Loyola und George Wanderley mit 25-23, 21-19 besiegten. Die Europäer werden nun gegen die Amerikaner Phil Dalhausser und Nick Lucena antreten, die sie letzte Woche bei der WM ausgeknockt hatten.

Da das lettische Duo Martins Plavins und Edgars Tocs es schaffte, die Spanier Pablo Herrera und Adrian Gavira mit 18-21, 25-23, 15-8 zu besiegen, sicherten sie sich die letzten Plätze im Achtelfinale.  Um weiter ins Viertelfinale aufzusteigen müssten sie nun noch Cherif Samba und Ahmed Tijan aus Katar schlagen.